
Literatur im Dinzlschloss: Alfred Woschitz
HirntattoosGeschichten aus der Kindheit Musikalische Umrahmung Gernot Schwanter, Percussion und Elisabeth Daberer, Gitarre Zum Buch: Alfred Woschitz’ Erzählungen führen zurück in ein kleines Kärntner Dorf der 1960er- und 1970er-Jahre. Was sich dabei entfaltet, ist weniger nostalgische Rückschau als ein behutsames, genaues Erinnerungswerk: ein Schreiben gegen das Vergessen einer Kindheit, die noch nicht durch permanente Reizüberflutung, Konsumversprechen und digitale Parallelwelten strukturiert war. Er beschwört keine heile Welt, sondern rekonstruiert eine vergangene Lebensform – karg, begrenzt, normiert, und gerade darin reich an Erfahrungen. Hirntattoos ist ein Buch, das sich nicht aufdrängt, sondern sich langsam festsetzt. Woschitz’ liebevoller, humorvoll-melancholischer Blick zurück öffnet einwen Resonanzraum für die eigene Vergangenheit. Es ist ein stilles Buch, das lange nachwirkt – nicht durch Lautstärke, sondern durch Genauigkeit. Konrad Peter Grossmann Psychotherapeut, Aut...