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Unter dem Titel „Wachet auf!“ hält der in der Pfarrchronik überlieferte evangelische Prädikant Hans Cummerer (1589) eine fiktive Rede an die Bauernkriegerschaft. Es ist der Vorabend zur großen Rebellion und der Redner zieht alle rhetorischen Register, um das gedemütigte und von der Besatzungsmacht Bayern drangsalierte Volk vom “notwendigen” Aufstand zu überzeugen. Es sei ein gottgewollter Krieg, der die Freiheit zurückbringen werde. Einwände – v. a. durch Bäuerinnen vorgebracht – werden entkräftet und alle auf die gemeinsame Sache eingeschworen. Fadinger und Zeller ernennt Cummerer zu Anführern. Da erreicht die Verschwörungsgemeinschaft die Nachricht aus Lembach, wo mehrere Bayerische Soldaten erschlagen wurden. Der nächste Morgen startet den Aufstand. Zuletzt singen sie gemeinsam den Luther-Choral „Es wolle Gott uns gnädig sein“. Mit geschickter Rhetorik und Charisma des Predigers wird eine Bewegung losgetreten. Religiöse, soziale, wirtschaftliche und politische Argumente werden ge...
Quelle: feratel-deskline