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„Wer sieht, wird gesehen“Das Dance Identity Festival kehrt nach Eisenstadt zurück – und fragt in drei italienischen Arbeiten, was vom Ich übrig bleibt, wenn man es ständig zeigen muss.Es gibt eine Geste, die unsere Gegenwart genauer beschreibt als jedes Manifest: das Sich-Zeigen. Wir leben in einer Ökonomie der Sichtbarkeit, in der das Dasein zunehmend davon abhängt, ob und wie man betrachtet wird. Kein Zufall also, dass ausgerechnet der Tanz, jene Kunst, die ganz aus dem Körper und dem Blick auf ihn lebt, sich der Frage annimmt, die längst nicht mehr nur ästhetisch ist, sondern eine existenzielle Dringlichkeit angenommen hat: Was bedeutet es, gesehen zu werden? Und was geschieht mit einem Menschen, der nicht mehr aufhören kann, sich zu zeigen?Mit diesen Fragen im Gepäck kehrt das Dance Identity Festival ins Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt zurück. Das Haus verwandelt sich erneut in einen Ort, an dem zeitgenössischer Tanz nicht als Zerstreuung, sondern als Denkform verstanden wird. Das Festival, seit über zwei Jahrzehnten im Burgenland verankert und von Dance Identity getragen, hat sich einen Ruf erarbeitet, der weit über die Landesgrenzen reicht: ein ländliches Festival mit kosmopolitischem Anspruch, das internationale Positionen des zeitgenössischen Tanzes an einen Ort holt, der sonst nicht im Rampenlicht steht. Wer die vergangenen Ausgaben verfolgt hat, weiß, dass hier Arbeiten gezeigt werden, die das Publikum nicht beruhigen, sondern es mit sich selbst konfrontieren.Weitere Informationen: www.dance-identity.com
Quelle: neusiedlersee.com