
Wenn der Frühling kam, gingen sie los. Kinder – oft kaum älter als acht Jahre – verließen ihre Heimatdörfer, ihre Familien und ihre Kindheit. Armut zwang sie, meist zu Fuß über die Grenze ins benachbarte Allgäu zu ziehen. Man nannte sie Schwabenkinder. Der Weg war lang und gefährlich, die Arbeit hart. Auf fremden Höfen hüteten sie Vieh, arbeiteten auf Feldern und in Ställen – fern von Zuhause, oft ohne Schutz, manchmal ohne Hoffnung. Und doch gingen sie Jahr für Jahr diesen Weg. Diese Ausstellung erzählt von Mut und Entbehrung, von verlorener Kindheit und großer Widerstandskraft. Sie macht sichtbar, was lange verschwiegen wurde, und erinnert an Kinder, deren Schicksale unsere alpine Geschichte bis heute prägen. An Spieltagen der Freilichtbühne ist die Wunderkammer bis 20:00 Uhr geöffent. Mit der Eintrittskarte der Vorstellung ist der Eintritt in die Wunderkammer und der Besuch der Sonderausstellung frei.
Quelle: feratel-deskline
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