
Leokadia Justmans (1922–2022) unglaubliche Überlebensgeschichte erobert die Theaterbühne. Ihr Schicksal als polnische Jüdin steht im Mittelpunkt einer eigens für das Tiroler Landestheater in Auftrag gegebenen Dramatisierung. Leokadia, die instinktiv weiß, wann sie ihrem Bauchgefühl folgen muss, und ihre beste Freundin, die «fantastische» Marysia, entkamen dem Warschauer Ghetto, gelangten nach Innsbruck, arbeiteten mit gefälschten Identitäten, wurden verraten und schließlich inhaftiert. Ein spektakulärer Ausbruch aus dem Innsbrucker Polizeigefängnis, mit Helfer:innen, die ihr Leben dabei aufs Spiel setzten, ist der Höhepunkt dieser noch viel zu unbekannten «Undercover»-Heldinnenreise während des Zweiten Weltkrieges in Tirol. Eindrucksvoll und wie ein Krimi liest sich die weibliche Perspektive auf die brutale Verfolgung und lässt uns ungeschminkt und mit viel Passion die Welt aller beteiligten Figuren erleben. Dieses erste literarische Textzeugnis einer Holocaust-Überlebenden in Innsb...
Quelle: feratel-deskline
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