
Mit Maurice Ravels fantasievollem Orchesterstück Ma mère l’oye («Meine Mutter, die Gans»), zunächst als vierhändiges Klavierstück für Kinder komponiert, öffnet sich zu Beginn des 7. Symphoniekonzerts ein poetischer Märchenkosmos. In Anlehnung an Dornröschen, Der kleine Däumling und Die Schöne und das Biest formte Ravel eine Musik von impressionistischer Leuchtkraft, die zum Träumen einlädt. Claude Debussys Rhapsodie für Altsaxophon und Orchester knüpft daran an und überrascht mit freiem, fantasievollem Gestus. Dass der Komponist dem von ihm spöttisch als «Rohrblatt-Tier» bezeichneten Saxophon zunächst ratlos gegenüberstand, ist der Musik keineswegs anzuhören – vielmehr besticht sie durch Eleganz und einen Hauch Pariser Nonchalance. Der Klang des Saxophons führt über Debussy hinaus direkt in die farbenreiche Welt von Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung in der berühmten Orchestrierung von Maurice Ravel. So prägen etwa melancholische Saxophon-Töne die Atmosphäre des Satzes «D...
Quelle: feratel-deskline
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