
Wenn Geld Macht konzentriert und Kredit immer neues Geld erschafft, zieht sich so mancher aus der Verantwortung. Die österreichische Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek folgt den Spuren des Geldes bis in die Abgründe des globalen Finanzsystems. Tauben, Kühe und Schweine präsentieren textgewaltig unsere durchschaubare Käuflichkeit ohne jegliche Verantwortung. Zwischen Komik und Beunruhigung wird gezeigt, wie das Leben selbst zur Ware wird und Grausamkeit in einer durchökonomisierten und korrupten Gesellschaft zur Routine gerät. Was geschieht mit unserer Sprache, unserem Zusammenleben, wenn alles einen Preis hat? Jelineks Text ist eine schonungslose Abrechnung mit der Logik der Verwertung: Wir alle sind Tiere dieses Systems. Der Tiroler Regisseur Peter Lorenz nähert sich dem Text als radikale Gegenwartsdiagnose. Gemeinsam mit der Oberländer Hip-Hop-Formation «Von Seiten der Gemeinde» wird mit Witz und präzisem Gespür Jelineks Welt auch musikalisch untersucht. Die fokussierte Inszenie...
Quelle: feratel-deskline
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