
In ihren neuen Interpretationen von Der Feuervogel und Petruschka schafft die kroatische Choreografin Maša Kolar eine heutige Perspektive auf das Erbe des Begründers des modernen Balletts Michail Fokin, dessen Zeitgenossen Igor Strawinsky sowie die Tradition der Pariser «Ballets Russes» zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In ihrer künstlerischen Interpretation von Igor Strawinskys «L’Oiseau de feu»-Suite (Der Feuervogel) aus dem Jahr 1919 inszeniert Maša Kolar das Ereignis jener Nacht, in der Prinz Iwan im magischen Garten der goldenen Äpfel dem Feuervogel begegnet. Die Fabel öffnet Raum für die Darstellung von tierischen Kreaturen und Bewegungsmustern in menschlicher Form, die sich auch in zusätzlich eingeführten Vogelgestalten findet. Im Unterschied zum ursprünglichen Ballett verlagert Kolar den Fokus auf den Feuervogel selbst. Sie zeichnet ihn als göttliches Wesen, das sowohl Glück als auch Unheil bringen kann und eine schützende wie auch zerstörerische Kraft verkörpert. Das Märche...
Quelle: feratel-deskline
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