
Das «Weihnachtskonzert» war im Barock sehr beliebt und ist es geblieben. Es verbindet die Sphäre der weltlichen Musica da camera mit der Musica sacra. Es geht dabei vor allem um glänzende Festesfreude. Als typisches Concerto grosso beinhaltet es viele brillante Soli für verschiedene Instrumente. Arcangelo Corellis Beitrag ist dezidiert für die «Nacht der Geburt» bestimmt und ein Paradebeispiel für die populär gewordene Form. Sein Landsmann Pietro Antonio Locatelli war ebenfalls ein berühmter Geiger, ein einfallsreicher Komponist und noch dazu ein weltläufiger Universalgelehrter. Antonio Vivaldis Großmogul-Konzert ist nicht für einen indischen Gewaltherrscher geschrieben, sondern für einen überaus virtuosen geigenden Menschen, ist also bei Elisa Citterio in den besten Händen. Man verwendete damals den Titel Großmogul auch für bedeutende Persönlichkeiten des Kulturlebens, noch Joseph Haydn nannte scherzhaft Beethoven so. «Großmogule der Musik» waren zweifellos auch der französische Ma...
Quelle: feratel-deskline
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