
von Felicia Zeller WIEDERAUFNAHME HOME ist where the heart ist. Home is not a place, it is a feeling. […] HOME ist auch der gefährlichste Ort der Welt für Frauen, trans Personen, nicht-binäre Personen, (gender-)queere Personen und Kinder. ist die Gefahr so groß, Gewalt zu erfahren, wie im HOME (Laura Leupi) Jede dritte Frau* zwischen 18 und 74 Jahren in Österreich hat ab dem Alter von 15 Jahren körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Fast jede sechste Frau* war im Erwachsenenalter von Androhungen körperlicher Gewalt betroffen. Körperliche und/oder sexuelle Gewalt, die von Partnerinnen ausgeht, also so genannte häusliche Gewalt, erleben über 16% der Frauen zwischen 18 und 74 Jahren. Das zeigt eine Erhebung zu Gewalt gegen Frauen, die Statistik Austria zwischen 2020 und 2021 im Auftrag von Eurostat und dem Bundeskanzleramt durchgeführt hat. Das Thema Gewalt an Frauen, das eigentlich als männliche Gewalt bezeichnet werden sollte, wird immer wieder verharmlost oder als Randphänomen abgetan. Dabei wird geleugnet, dass es ein zutiefst strukturell verankertes gesamtgesellschaftliches Problem darstellt. In ihrem Stück „Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt“ verwebt Felicia Zeller, basierend auf realen Interviews, höchst artifiziell die Biografien von Frauen, die den Weg ins Frauenhaus gefunden haben, mit helfenden Stimmen von Frauenhaus-Mitarbeiterinnen oder Ärztinnen, verletzenden Täterinnenstimmen sowie den unachtsamen Stimmen derjenigen, die am Problem vorbeischauen. Daraus ist eine kraftvolle Partitur entstanden, die Lebenssplitter miteinander verwebt und poetisch zwischen der Suche nach dem Lebensglück und realen Sachzwängen reibt. Verzweiflung schlägt dabei so schnell ins Absurd-Komische um wie in manchen Partnerinnenschaften Familienfrieden in sinnlose Gewalt. Der Abend will nicht in der Betroffenheitsgeste verhaften und Frauen in einer Opferdarstellung abbilden, sondern starken Stimmen Raum geben, die sich aufmachen ihr Leben neu zu gestalten. REGIEMichaela Senn SCHAUSPIELElke Hartmann ,Christina Polzer ,Wiltrud Stieger AUSSTATTUNGn.n. DRAMATURGIEJulia Jenewein TECHNIKn.n. FOTOS Alena Klinger VERLAG Felix Bloch Erben Info: Bitte drucken Sie Ihr Ticket nicht aus. Einlass ist 30 Mintuen vor Vorstellungsbeginn.
Theater praesent
Tschamlerstraße 3, 6020, Innsbruck
Quelle: boudicca:kupfticket
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