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von Thomas Köck ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG Eine Produktion von Triebwerk7 Willkommen im Datenstrom, willkommen in euren Dating-Apps, Fitness-Trackern, Banking-Apps, willkommen auf euren Playlists, euren privaten Interaktionen, willkommen in euren Chatgruppen, in eurem smarten Auto, bei euch zuhause, willkommen bei ORPHEAI. ORPHEAI ist eines jener Programme, die von ihren Vermarktern Künstliche Intelligenz, kurz KI, genannt werden, und die in all diesen Apps mitlesen, analysieren, euch grüßen, helfen, freundlich intervenieren, weiter eure Daten sammeln, auswerten und lernen und dabei wachen und immer größer werden. ORPHEAI, dieser gottgleiche Code, schreibt, spricht und singt in Thomas Köcks „KI essen seele auf“. Wie jede KI hat ORPHEAI unstillbaren Durst nach Energie, Trinkwasser und vor allem nach unseren Daten, die wir gern und bedenkenlos hergeben, denn es ist ja alles so praktisch. Das und was unsere Chatbots, Apps, Helferlein und smarten Geräte über uns wissen und weiterplaudern, was die Automaten uns vernetzt an- und verdrehen, all das führt „KI essen seele auf“ rasant und amüsant vor – und wir schreiben jetzt bewusst kein drittes Adjektiv, damit ihr nicht denkt, wir hätten diesen Text mit KI geschrieben. Wie es KIs eben so tun, reißt sich ORPHEAI sämtliche Bezüge von griechischer Antike bis Rihanna unter den Nagel, den sie gar nicht hat. Und – wie ein Large Language Modell einmal sagte: Wenn alles wie kein Nagel aussieht, kommst du gar nicht mehr auf die Idee, einen Hammer zu brauchen. „KI essen seele auf“ ist exakt dieser Hammer. REGIE Michaela Senn SCHAUSPIEL Ayla Antheunisse, Elena-Maria Knapp, Christina Polzer BÜHNE & KOSTÜME Iris Jäger TEAM Carmen Sulzenbacher, Martin Fritz, Maria Wassermann, Benjamin Mayr, u.a. RECHTE Suhrkamp Verlag GmbH, Berlin
Quelle: boudicca:kupfticket