
In einem „Wurzelort“ in den Karpaten treffen aufeinander: Tochter, Mutter, Großmutter.Drei Schauspielerinnen suchen in unterschiedlichen Sprachen und Dialekten Verständigung – auch Zipserisch, Hackbrett und Chorgesang gehören zu ihren Ausdrucksmöglichkeiten. Es sind deutsch-österreichisch-ungarisch-rumänische Biografien und Schicksale, eingelassen in die politischen Verschiebungen und Gewaltgeschichten der Jahrhunderte.Mit seinen knapp-präzisen Dialogen entfaltet Autor Thomas Perle einen großen historischen Bogen, von der „teitschen“ Einwanderung in die Region während des 18. Jahrhunderts über den Nationalsozialismus, den Sturz Ceaușescus und die Sehnsucht nach einem anderen Leben im Westen. Und auch Berg und Wald kommen zu Wort. „»karpatenflecken«, das Siegerstück des Retzhofer Dramapreises 2019, ist auf den ersten Blick eine Familiengeschichte. Aber zugleich eine raffinierte Europa-Reflexion. Thomas Perle porträtiert drei Generationen: Großmutter, Mutter, Tochter. Sie gehören eine...
Quelle: feratel-deskline
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