
Das musikalische Frankreich erlebte nach der skandalösen Aufführung des „Tannhäusers“ 1861 an der Pariser Oper eine beispiellose Auseinandersetzung mit der Musik des Bayreuther Meisters, die gerne mit dem Begriff Wagnérisme beschrieben wird. Auf kaum einen Komponisten Frankreichs war der Einfluss Wagners und besonders des „Tristan“ so groß wie auf Henri Duparc. Der erste Teil des Programms bringt Mélodies von Duparc zu Gehör, die alle eine deutliche harmonische Prägung durch den „Tristan“ aufweisen. Der zweite Teil bringt die Lieder, in denen sich Wagner höchstpersönlich mit der Musik seines Tristans beschäftigt hat, zu Gehör.Die Mezzosopranistin Hermine May und der Pianist Manuel Lange laden in die Wagner – Welt ein. Das Publikum erlebt das Erwachen einer nicht zu stillenden Sehnsucht und Leidenschaft, den aufkeimenden Wunsch, der Wirklichkeit zu entfliehen und endlich die Erlösung im Liebestod.
Minoriten Wels
Veranstalter: Stadt Wels, Kultur und Wissen
Quelle: feratel-deskline
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