Wird geladen...

Gschnas ist das vierte Voodoo Jürgens-Album. A new phase Voodoo Jürgens Album. Drei Jahre nach dem Meisterwerk "Wie die Nocht noch jung wor", meldet er sich darauf als Popstar wider Willen zurück. Letztes Jahr gewann er für die Hauptrolle in Adrian Goigingers Kinohit Rickerl den österreichischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller. Für die Alben davor gab es reihenweise Amadeus Awards, sprich Austro-Grammys und all seine Touren im gesamten deutschsprachigen Raum sind regelmäßig ausverkauft. Nun war es Zeit für eine erneute Standortbestimmung. Das Biotop Beisl war gestern. Gerade weil die zahlreichen Voodoo-Epigonen damit seit Jahren so gern haussieren gehen. Jetzt geht’s um die weite Welt die da draußen wartet. Und die kleine da drinnen: die in der eigenen Seele. In Text und Sound geht es auf Gschnas für Voodoo um die eigene Autonomie, die Wiedergeburt der Inspiration, das freistrampeln von der typisch österreichischen Enge die einen nach unten drückt. Kurzum: es geht um alles. Mit welcher Energie er und seine on fire agierende Band dieses Husarenstück von einem Album reiten, mit welcher Spielfreude und welchem Selbstvertrauen hier ein Künstler neu denkt ohne dabei von sich erschlossenes aufzugeben und sich dabei selbst revitalisiert. Exorzismus am offenen Herzen, quasi, und wir sind live dabei! Dazu seine besten Melodien, seine wahrhaftigsten Texte, seine dringlichsten Performances, und eine Wolfgang Lehman (AKA Möstl)-Produktion, die für alle Involvierten nach Magnum Opus riecht. Das kann was. Und nicht nur das. Ein Album aus Zweifel geboren, für das es am Ende Faschingskrapfen regnet. Ein Album als Ereignis, in einer Zeit die sich selbst vergessen hat. „Und alle sollen was davon haben!“ schreit uns Voodoo im vielleicht bislang gelungensten Song seiner Karriere beschwörend zu. Eine Self-fulfilling Prophecy. Oder auch: Voodoo Magie die wirkt und wirkt und wirkt...! Die Musik von Leonie Schlager alias The Zew klingt manchmal so, als käme sie aus einer anderen Welt: Nicht ohne Grund bezeichnet die gebürtige Niederösterreicherin ihren eigenen Sound als "Cyborg-Folk". Ihre mal intimen, mal schwebenden Songs stehen dennoch ganz klar in einer Folk-Tradition. Steht sie bei Live-Auftritten auf der Bühne, trägt Leonie Schlager alias The Zew aufgemalte Augen im Gesicht. Sie sollen symbolisch für einen "female gaze", also weiblichen Blick, stehen. Leonie Schlager, geboren 1988, stammt aus Niederösterreich. Sie ist Illustratorin und Musikerin, lebt und arbeitet in Wien.
Quelle: boudicca:kupfticket