Das Buch hatte offensichtlich den Nerv seiner Zeit getroffen. Es erzählt die Geschichte einer jungen Frau, irgendwo in der österreichischen Provinz, die von Kindesbeinen an vor allem eines lernt: sich selbst zu verleugnen, um den Normen und Erwartungen einer repressiven bürgerlichen Gesellschaft zu entsprechen. Eine frühe Heirat führt nicht zur Befreiung, sondern steigert das Gefühl der Fremdbestimmung nur. „Ich bin nicht ich“, sagt die namenlose Ich-Erzählerin, „ich bin Rolfs Frau.“ Es folgen eine Affäre, Depressionen und die Scheidung. Brigitte Schwaiger, geboren 1949 in Freistadt, war die Senkrechtstarterin der österreichischen Literatur. Mit ihrem Debütroman gelang der damals 28-jährigen Oberösterreicherin ein Sensationserfolg, der sich allein im deutschsprachigen Raum hunderttausendfach verkaufte. Als literarisches Wunderkind gefeiert, landete sie später in der Psychiatrie. Brigitte Schwaiger ist im Juli 2010 in Wien verstorben. Ihr RomanWie kommt das Salz ins Meer hat auch über 30 Jahre später nichts von seiner Aktualität verloren.
Quelle: boudicca:landestheater linz
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