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Emmerich Kálmáns Die Csárdásfürstin ist wahrhaft ein funkelndes Juwel des Operettengenres: Das fängt allein schon mit der Handlung an, die sich als eine unterhaltende Mischung aus großen Gefühlen, überdrehtem Humor, verruchtem Nachtlokal und glitzernder Adelswelt präsentiert. So wird hier die Geschichte der Liebe der gefeierten Chansonette Sylva Varescu und des hochstehenden Aristokraten Edwin erzählt, die an diesen Standesunterschieden fast zu zerbrechen droht. Kálmán schrieb dazu eine Musik, die in der für diesen Komponisten so typischen Melange eines melancholischen Sehnsuchtstons mit aufrichtiger Heiterkeit und mitreißenden Tanzrhythmen die emotionale Spannweite des abwechslungsreichen Geschehens auf der Bühne kongenial einfängt. Überflüssig zu erwähnen, dass fast jede Nummer dieser Partitur zum Schlager geworden ist, und dass in Linz dieser Höhepunkt der Gattung bei Operettenspezialist Thomas Enzinger inszenatorisch in besten Händen ist.
Quelle: boudicca:landestheater linz