
Investigativjournalistin Lio Laksch schleicht sich ins exklusive „Sanatorium zur Gänsehaut“ ein, um den nicht ganz einwandfreien Methoden dort auf die Spur zu kommen. Hier, in der fast schmerzhaft pittoresken Landschaft, treffen sich die Reichen und Schönen, um wenn nicht reicher, dann zumindest schöner zu werden. Eine Menagerie aus kuriosen Gestalten ist es, die hier zusammenkommt: Ein stimmenloser Opernsänger, eine Beautybloggerin, eine Pharmaunternehmerin und ein Arzt, der sich neben Verjüngungskuren dem Nacktmull widmet, einem Tier, das in sich das Geheimnis der Unsterblichkeit trägt. Und Lio? Auch sie spürt den Sog des dunklen Sees, „wie ein Schönheitsfleck in der Landschaft“, tintenschwarz und ohne Grund. Ferdinand Schmalz widmet sich mit gewohntem Biss dem Thema Schönheit und Jugendwahn, aktueller denn je in unserer digitalen Spiegelwelt, in der das Altern eine Todsünde ist. Auch in Österreich herrscht die Angst vor dem Verfall, jedes Jahr steigt die Anzahl der Schönheitsoperationen, nicht immer legal und nicht immer ohne Gefahr. Christina Tscharyiski nimmt sich der Schmalz’schen Texte an, die spielerisch die Abgründe hinter den faltenlosen Gesichtern erforschen. Regie: Christina Tscharyiski Bühne: Dominique Wiesbauer Kostüme: Miriam Draxl Dramaturgie: Tabea Baumann Österreichische Erstaufführung am 4. Dezember 2026
Landestheater Niederösterreich
Rathausplatz 11
Quelle: Eventim
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