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Max Nagl, Saxophon, Kompostion Martin Eberle, Trompete Phil Yaeger, Posaune Georg Vogel, Klavier Gregor Aufmesser, Bass Max Nagl ist ein „Maverick“ der österreichischen Jazzszene, der in der Vergangenheit immer wieder mit originellen Projekten aufhorchen ließ. Für eine österreichische Rundfunkreihe mit dem ironischen Titel „Hausmusik“ hat der Saxophonist vor einiger Zeit einen kammermusikalischen Jazz für Quintett-Besetzung entworfen, der ohne Schlagzeug auskommt. Drei Bläser (neben Max Nagl noch Trompeter Martin Eberle und Posaunist Phil Yaeger) plus Piano (Georg Vogel) und Bass (Gregor Aufmesser) präsentieren fünfzehn Nagl-Stücke, in ausgefeilte Arrangements gegossen, plus eine Komposition von Anthony Braxton. Die hier vertretenen Musiker sind allesamt als Größen der österreichischen Jazzszene etabliert. Die Improvisationen sind dabei eigentlich nur schmückendes Beiwerk – im Mittelpunkt stehen die raffinierten, jeweils in einer anderen Stimmung gehaltenen Kompositionen. Nagls Konzept kennt keine Vorbilder. Aus weiter Ferne grüßt die Jimmy Giuffre 3 (mit Bob Brookmayer und Jim Hall), Anthony Braxtons Musik der 1970er Jahre ist ein Bezugspunkt, auch Kirchenhymnen Salon-, Varieté- und Zirkusmusik hallen wider. Pastorale Klänge werden nicht vermieden sondern gesucht. Oft wird verhalten bis abgedämpft musiziert, ein andermal ordentlich aufs Gaspedal getreten, was dann die verschiedenen Melodiepartikeln furios durcheinanderwirbelt. Soli sind auf den Geist des jeweiligen Stücks zugeschnitten. Für Ego-Trips hat diese Musik keinen Platz. Alles ist auf das alleinige Ziel ausgerichtet, die Komposition optimal in Szene zu setzen. (Text, Christoph Wagner) Jazz im Schloss ist eine Kooperation von Kv waschaecht Wels & Bildungshaus Schloss Puchberg
Quelle: boudicca:kupfticket