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Tricky Women 2027: Animationsfilm von Frauen in Wien

Foto: Otto Normalverbraucher, CC BY-SA 2.0 AT, Wikimedia Commons (Metro Kino, Johannesgasse 4, Wien)

Kultur & Tradition6 Min. Lesezeit

Tricky Women 2027: Animationsfilm von Frauen in Wien

Von 10. bis 14. März 2027 zeigt Tricky Women / Tricky Realities im Metro Kinokulturhaus experimentellen und politischen Trickfilm aus aller Welt

10. bis 14. März 2027Metro Kinokulturhaus und weitere Kinos und Orte in Wien

Sand auf einer Glasplatte, ein Finger zieht eine Linie, und aus der Linie wird eine Figur, die sich bewegt: Caroline Leaf, eine Pionierin der direkten Animation, zeigte 2026 in Wien in einem Workshop, wie ihre Sandanimationen entstehen. Solche Begegnungen sind typisch für Tricky Women / Tricky Realities. Seit 2001 holt das Festival jedes Frühjahr Animationsfilme von Frauen und genderqueeren Kunstschaffenden aus aller Welt nach Wien, experimentell, politisch, oft sehr persönlich. Hauptspielort ist das Metro Kinokulturhaus in der Johannesgasse, dazu kommen weitere Kinos und Orte in der Stadt. 2027 läuft das Festival von Mittwoch, 10., bis Sonntag, 14. März, zum ersten Mal nach seinem Jubiläumsjahr.

Auf einen Blick

Datum
10. bis 14. März 2027
Ort
Metro Kinokulturhaus und weitere Kinos und Orte in Wien
Genre
Animationsfilm, Experimentalfilm, VR
Eintritt
Preise 2027 folgen; 2026 kostete eine Vorstellung 10 Euro, online ab 3,90 Euro, viele Gespräche gratis
Festival seit
2001

Ein Vierteljahrhundert feministischer Trickfilm

Gegründet wurde Tricky Women im Jahr 2000 von Waltraud Grausgruber, Antonia Cicero und Birgitt Wagner, die erste Ausgabe lief im März 2001 in Wien. 2008 zeigte das Festival laut Falter bereits zum fünften Mal neue Arbeiten internationaler Animationsfilmerinnen, heute findet es jedes Frühjahr statt. Grausgruber leitete es 25 Jahre lang, bis 2020 gemeinsam mit Birgitt Wagner. Getragen wurden die Ausgaben von 2001 bis 2026 vom Verein Culture2Culture, seit 2026 organisiert der neue Verein Tricky Matters das Festival, der sich der Förderung unabhängiger Animationskunst, des Experimentalfilms und feministischer Kinokultur verschrieben hat. Heute heißt das Festival Tricky Women / Tricky Realities und sucht auch Filme zu Arbeitswelten, Solidarität und Widerstand und Arbeiten zwischen Animation und Dokumentarfilm. Der Hauptpreis, die Goldene Filmrolle der Maria Lassnig, ist mit 10.000 Euro dotiert, insgesamt vergeben mehrere Jurys Preise im Wert von über 22.000 Euro. 2024 liefen rund 160 Filme, beim Jubiläum 2026 waren es 141. Mit dem Tricky Archive baut das Festival außerdem eine Sammlung aus Filmen auf, die es zwischen 2001 und 2025 gezeigt hat.

Fun Facts

  • Wusstest du?Der Hauptpreis trägt den Namen von Maria Lassnig, und die Malerin war selbst Trickfilmerin: Das Jubiläumsprogramm 2026 zeigte Filme von ihr, im Mai 2026 lud das Festival zu einem Animationsfilmabend in ihr Atelier in Klagenfurt.
  • Wusstest du?2026 errichtete das Festival ein digitales Denkmal: Am Johanna-Dohnal-Platz im 6. Bezirk erinnern Werke in Augmented Reality an Johanna Dohnal, Österreichs erste Frauenministerin.
  • Wusstest du?Wer sich die Einreichgebühr für 2027 nicht leisten konnte, bekam vom Festival einen Code, mit dem die Gebühr entfiel.
  • Wusstest du?Neben Caroline Leafs Workshop gab es 2026 eine gemeinsame Ausstellung: Double Takes zeigte Kombizeichnungen von Caroline Leaf und Lynn Smith im Mezzanin des Metro Kinos.
  • Wusstest du?2024 reichte die Bandbreite der rund 160 Filme laut ORF von Malerei, Zeichentrick und Legetrick über Puppenanimation bis zu Computeranimation inklusive KI, dazu kam eine Retrospektive der baskischen Trickfilmerin Isabel Herguera.
  • Wusstest du?Das Festival läuft auch auf dem Sofa: Ein Großteil der Programme ist ab dem Kinostart 48 Stunden lang über KINO VOD CLUB abrufbar, manche aus Lizenzgründen nur in Österreich.

Wettbewerb, Werkstatt und Wiener Kinosäle

Das Programm 2027 entsteht gerade: Bis 11. Oktober 2026 konnten Filmschaffende über FilmFreeway einreichen. Gesucht waren für den Wettbewerb neue, visionäre und gewagte Animationsfilme von Frauen und genderqueeren Kunstschaffenden, außer Konkurrenz auch ältere Arbeiten zu sozialpolitischen Themen, Arbeitswelten, Queerness, Solidarität und Widerstand sowie Filme an der Schnittstelle zu Dokumentarfilm, neuen Medien und erweitertem Kino. Wie das Festival aussieht, zeigte die Ausgabe 2026: Eröffnung im Gartenbaukino, vier Programme im internationalen Wettbewerb, zwei Nachwuchsprogramme unter dem Titel Up & Coming, ein Austrian Panorama, Arbeiten in Virtual Reality im Mezzanin des Metro Kinokulturhauses, Ausstellungen, Gespräche und Workshops, viele davon bei freiem Eintritt. Am Samstag wurde in der Roten Bar im Volkstheater gefeiert, am Sonntag im Metro Kino ausgezeichnet. Wer nicht nach Wien kommt, kann einen Großteil der Programme online sehen.

  • 1Fünf Festivaltage von Mittwoch, 10., bis Sonntag, 14. März 2027.
  • 2Internationaler Wettbewerb um die Goldene Filmrolle der Maria Lassnig, dotiert mit 10.000 Euro.
  • 3Preise im Gesamtwert von über 22.000 Euro, vergeben von mehreren Jurys.
  • 4Programme außer Konkurrenz zu Arbeitswelten, Queerness, Solidarität und Widerstand sowie zu Animation zwischen Dokumentarfilm und erweitertem Kino.
  • 5Hauptspielort Metro Kinokulturhaus in der Wiener Innenstadt, dazu weitere Kinos und Orte.
  • 6Gespräche, Workshops und Artist Talks, 2026 großteils bei freiem Eintritt.
  • 7Arbeiten in Virtual Reality und Ausstellungen, 2026 im Mezzanin des Metro Kinokulturhauses.
  • 8Onlinefestival über KINO VOD CLUB: Viele Programme sind ab dem Kinoscreening 48 Stunden lang abrufbar.

Praktische Informationen

Tickets

Die Preise für 2027 stehen noch nicht fest. 2026 kostete laut ORF ein Ticket für eine Vorstellung 10 Euro. Kinokarten gibt es über trickywomen.at und im Metro, Onlinetickets gelten nicht im Kino.

Online schauen

Stand 2026: Einzelprogramm 3,90 Euro, Onlinefestivalpass 30 Euro, Unterstützerpass We love you 50 Euro. Ein gestarteter Stream bleibt 48 Stunden verfügbar, manche Programme sind nur in Österreich abrufbar.

Anreise

Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien. U1 und U3 bis Stephansplatz, auch die U4 ist in der Nähe; die Straßenbahnlinien 1, 2 und 71 halten am Ring.

Barrierefreiheit

Alle Kinosäle und Ausstellungsebenen im Metro Kinokulturhaus erreichst du stufenlos mit dem Lift, im Erdgeschoß gibt es ein barrierefreies WC.

Kassa

Kassa und Shop des Metro Kinokulturhauses sind laut Filmarchiv Austria täglich von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Rahmenprogramm

2026 gab es eine Festivalparty in der Roten Bar im Volkstheater, die Preisverleihung fand am Sonntagabend im Metro Kino statt. Viele Gespräche und Talks waren gratis.

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Häufige Fragen

Wann findet Tricky Women 2027 statt?

Von Mittwoch, 10., bis Sonntag, 14. März 2027 in Wien. Das Datum steht so auf der offiziellen Festivalseite trickywomen.at.

Wo laufen die Filme?

Hauptspielort ist das Metro Kinokulturhaus in der Johannesgasse 4 im 1. Bezirk. 2026 kamen unter anderem Gartenbaukino, Filmmuseum, Brunnenpassage und die Rote Bar im Volkstheater dazu.

Was kostet ein Ticket?

Die Preise für 2027 sind noch nicht veröffentlicht. 2026 kostete eine Vorstellung 10 Euro, online gab es Einzelprogramme um 3,90 Euro und einen Festivalpass um 30 Euro.

Kann ich das Festival auch online sehen?

Ja, ein Großteil der Programme ist über KINO VOD CLUB ab dem Kinoscreening 48 Stunden lang abrufbar. Manche Filme sind aus Lizenzgründen nur in Österreich oder gar nicht online verfügbar.

Welche Filme zeigt das Festival?

Animationsfilme von Frauen und genderqueeren Kunstschaffenden, oft experimentell und politisch. Die Techniken reichen von Zeichentrick und Puppenanimation über Malerei bis zu Computeranimation und VR.

Gibt es Veranstaltungen bei freiem Eintritt?

Ja. 2026 waren etwa das Gespräch mit Caroline Leaf, das internationale Forum im Filmmuseum, der Artist Talk und das Gespräch zu VR gratis, einzelne Programme liefen nach dem Prinzip Pay as you can.

Wer kann Filme einreichen?

Frauen und genderqueere Animationsfilmschaffende. Die Frist für 2027 endete am 11. Oktober 2026, eingereicht wurde über FilmFreeway.

Ist das Metro Kinokulturhaus barrierefrei?

Ja, alle Kinosäle und Ausstellungsebenen sind laut Filmarchiv Austria stufenlos per Lift erreichbar, im Erdgeschoß gibt es ein barrierefreies WC. Für andere Spielorte frag beim Festival nach.

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