Bild: Tourismusverband Region WelsWels, Oberösterreich
1891 wurde die 22,8 Meter hohe Marienwarte am Reinberg erbaut. Grund dafür war damals eine Initiative des Verschönerungsvereines Wels. Um die Marienwarte zu erreichen, wurden auf dem dortigen bisherigen Wiesen- und Weideland neue Wege angelegt und Bäume gepflanzt. Von der Aussichtsplattform, welche 391,1 Meter über dem Meeresspiegel liegt, hat man einen wundervollen Ausblick auf die Stadt Wels, die Traun-Ebene und bei gutem Wetter sogar bis in den Hausruck sowie den Böhmerwald und die Alpen. Die Marienwarte auch über die Wanderroute der Reinberg-Runde erreichen-Auch Erzherzogin Marie Valerie (1868 - 1924), die Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz-Joseph besuchte oft mir Ihrer Mutter die Marienwarte . Sie zog 1890 nach Wels in das Schloss Lichtenegg, da ihr Mann als Rittmeister bei den Welser Dragonern stationiert war. Marie Valerie engagierte sich vor allem sozial. Sie übernahm u. a. die Patenschaft über die Kinderbewahranstalt und die Volksschule Lichtenegg. Durch ihre Anwesenheit und ihre hochgestellten Besucher brachte sie ein wenig das Flair der großen Welt nach Wels. Sie genoss aber vor allem die Stille und Unabhängigkeit - weit weg vom strengen Wiener Hofzeremoniell. Ihre Mutter besuchte sie oft hier in Wels, sie unternahmen gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge. Noch häufiger kam der Kaiser selbst in die Stadt, verbrachte hier mehrere Weihnachtsfeste und spielte mit seinen Enkelkindern. Marie Valerie schreibt in ihrem Tagebuch: „...Er setzte sich zu den Kindern auf den Boden, spielte mit ihnen Verstecken und freute sich mit an ihrer Nikolausbescherung.“. 1897 schied die Kaisertochter schweren Herzens von Wels. Die wachsende Familie und eine Versetzung ihres Mannes zwangen zu einer Übersiedlung nach Wallsee.
Kommende Veranstaltungen im Umkreis von 10 km.