Bild: Alpbachtal TourismusRattenberg, Tirol
Die Errichtung der Klosterkirche stand in Zusammenhang mit einer Stiftung des Rattenberger Pfandinhabers Johann von Kummersbruck, der sich 1384 entschloss, in Rattenberg ein Kloster der Augustiner-Eremiten zu stiften. 1391 konnte das neue Kloster eingeweiht werden. Hinsichtlich der Raumschale ist die ursprüngliche Kirche noch in ihrer Kernsubstanz erhalten. Allerdings erfolgte in den Jahren um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert eine Umgestaltung im Sinne des barocken Kunstverständnisses. Die daran beteiligten Künstler sind leider weitgehend unbekannt geblieben. Das Kuppelfresko jedenfalls ist ein Werk Johann Josef Waldmanns. Den Hochaltar prägt ein Gemälde Jakob Zanusis, den Heiligen Augustinus darstellend. Stuck und Figuren stammen von Diego Francesco Carlone. Der Orden der Augustiner-Eremiten bestand in Rattenberg bis 1817. In seiner Nachfolge übernahmen die Serviten das Kloster, das sie 1971 aufgaben. 1993 wurde die Klosterkirche zu einem Teil des damals eröffneten Augustinermuseums.In enger Verbindung mit der Klosterkirche gibt es mit der barocken Ecce-Homo-Kapelle und der spätgotischen Hofer-Kapelle noch zwei weitere Sakralräume.
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