
Gmünd in Kärnten, Kärnten
Am und um den Hauptplatz in der Künstlerstadt Gmünd gibt es so einiges zu entdecken:Stadttore und StaumauerBereits 1346 erhielt Gmünd das Stadtrecht und ist somit eine der ältesten Städte Kärntens.Etwa zu dieser Zeit erhielt die Stadt auch ihre Stadtmauer (nach dem großen Stadtbrand 1504 noch einmal erweitert) und die vier Stadttore.Noch heute gelangt man durch eines der vier Tore in die Stadt.NepomuksäuleBeim Brunnen am unteren Hauptplatz von Gmünd steht ein Heiliger auf einer hohen Säule. Es ist die Statue des Hl. Johannes Nepomuk, die an einen Mann erinnert, der vor ca. 700 Jahren (1350) in Böhmen (Slowakei) geboren wurde. Er hieß nach seinem Vater Johannes Wolfflin. Seine Eltern starben früh, so wurde er von Mönchen erzogen. Er studierte und wurde Notar und Priester.Er war ein weiser, gerechter und wortgewaltiger Mann und wegen seiner Predigten bald im ganzen Land bekannt. Er war auch einige Zeit Berater des Königs. Als der König aber einmal wissen wollte, was die Königin bei ihm gebeichtet hat, und Nepomuk dies verweigerte, ließ ihn der König foltern und von einer Brücke in die Moldau werfen.Erdbebensäule4. Dezember 1690Heftiges Erdbeeben in Kärnten. In Gmünd sollen nach mündlicher Überlieferung 38 Häuser eingestürzt sein und ein Eck vom alten Schloß stürzte herab. Es wurde von der Stadtgemeinde eine Erdbebensäule errichtet.PrangerDas “Anprangern” wurde vom Landesgericht verhängt und gehörte zu den gebräuchlichsten Ehrenstrafen des Mittelalters. Seit dem Jahre 1947 steht der Pranger am Hauptplatz beim Oberen Stadttor.Vierzehn Jahre nach seiner Errichtung, am 11. September 1600, “haben sie” (im Zuge der Gegenreform) “Montags frue bei dem pranger ein gross feür angezündt und die bekummene (evangelischen) bücher meisterlich verbrannt”. Aus jüngerer Zeit ist uns über den Pranger noch bekannt: Der im Jahre 1909 verstorbene Gmünder Bürger Hubert Rudiferia berichtet in seinem Tagebuch zum Jahre 1874, dass der Pranger von dem Liegenschaftsbesitzer Oswald Lackner käuflich erstanden und als Gattersäule nächst dem sogenannten Galgenbühel, der Blutgerichtsstätte des Landgerichtes Gmünd, verwendet wurde. 1926 wurde dieses Denkmal hinter dem Oberen Stadttor und 1938 nächst der Stadtpfarrkirche aufgestellt. Seit dem Jahre 1947 steht der Pranger am Hauptplatz beim Oberen Stadttor.Altweiberkapelle - Raststätte auf dem Weg zum KalvarienbergDie Altweiberkapelle wurde 1629 von den Raitenauern gestiftet und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Anton Durregger erbaut. Das Bild in der Kapelle zeigt die Kreuzigung und das Aufsatzbild Christus am Ölberg. Die Gruft der Grafen Lodron ist hinter der Kapelle gelegen. Sie wurde 1840 errichtet und wurde in den Hang gebaut. Hier wurden dreizehn Mitglieder der Familie Lodron bestattet. Von der Altweiberkapelle führen acht Kreuzwegstationen zur Kalvarienbergkapelle. Die Bilder wurden 1966 von Peter Brandstätter neu gemalt. Mautkapelle in der Unteren VorstadtDas Erbauungsjahr der Kapelle ist nicht bekannt, der Standort beim Mauthaus an der alten Reichsstraße, die hier durch die Untere Vorstadt und über die Malta- oder Stadtbrücke zum Hauptplatz führte, spricht für ein höheres Alter, als es die jetzige Kapelle vermuten lässt. Die erste Nachricht findet sich auf einer Zeichnung aus 1790 (Original im Gmünder Rathaus) – die Kompassnadel zeigt genau auf die Kapelle.
Kommende Veranstaltungen im Umkreis von 10 km.