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Der Arlinger Steinhag - Trockensteinmauer
Bild: Land OÖ/Siegfried Ellmauer

Der Arlinger Steinhag - Trockensteinmauer

Spital am Pyhrn, Oberösterreich

Der Arlinger Steinwall wurde als Grenzwall vor ca. 700 Jahren in einem Urbar (Steuerbuch) des Stiftes Kremsmünster erstmals urkundlich erwähnt. Er trennt das Weidegebiet zwischen Arlingalm und Brandtneralm am Großen Pyhrgas in Spital am Pyhrn, nahe der Landesgrenze zur Steiermark. Seit 2016 werden teile des Arlinger Steinhags mit Freiwilligen des österreichischen Alpenvereines mit DI Ellmauer im Zuge von Almpflegeeinsätzen erneuert. Typische Anwendungen der Trockensteinmauern im alpinen Bereich sind auf den Bildern zu sehen. Der althochdeutsche Begriff Hag bedeutet Umzäunung, Umfriedung, Hecke. Wall bezeichnet eine Wand - englisch wall - Aufschüttung oder Wehranlage. Die Begriffe haben sich in der Sprache der Bergbauern mit "hagern und frieden" für Zaunarbeiten und "Waller" für aufgedrehte Wurzelteller bis heute sinngemäß erhalten: Große Bedeutung erlangten im Mittelalter Klaubsteinmauern entlang von Straßen oder Eigentumsgrenzen zwischen Almen oder Berghöfen. Viele Trockensteinmauern in stillgelegten, verbuschten Weinbergen oder aufgelassenen Almen sind heute dem Verfall preisgegeben. Seit 2003 erlebt dieses uralte Handwerk in Österreich eine starke Wiederbelebung. Die Schule Trockesteinmauern.Austria rund um Rainer Vogler von der Weinbauschule Krems organisiert Kurse und Projekte. Diese reichen von Mauern, Stiegen bis zu Steinhäuser, Spitzbögen und Brücken. 2021 honorierte die UNESCO den kulturhistorischen Wert des Handwerks: das Trockensteinmauern wurde in das nationale Verzeichnis als immaterielles Kulturerbe aufgenommen.

Öffnungszeiten & Saison

  • 02.06.2023 – 02.06.2070täglich00:00–23:59

Karte & Anfahrt

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