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Altstadtgalerie Gmünd | Artist in Residence
Bild: Kulturstiftung Gmünd

Altstadtgalerie Gmünd | Artist in Residence

Gmünd in Kärnten, Kärnten

ausstellung

Die von der Künstler:innenstadt Gmünd gemeinnützige Privatstiftung betriebenen internationalen Gastateliers in der Altstadtgalerie stehen Kunstschaffenden aus aller Welt für einen mehrwöchigen Werkaufenthalt zur Verfügung und dem kunstinteressierten Publikum offen. Insgesamt sechs Kunstschaffende sind von der Künstler:innenstadt Gmünd gem. Privatstiftung heuer zu einem mehrwöchigen Werkaufenthalt in die Altstadtgalerie nach Gmünd eingeladen: JIEUN CHOI (KR), NADIA-VALESKA DEVONISH (DE), CLAUDIA HOLZINGER (DE), MELANIT THÖNI (AT), HIROYUKI MASUYAMA (JP), KATE ANDREWS (CA).Ausstellungen 2026:Jieun Choi - MalereiDie Ausstellung von Jieun Choi ist von 1. Mai bis 30. Juni 2026, täglich von 10-13 Uhr und 15-18 Uhr zu sehen.Jieun Choi (*1992 in Seoul, Südkorea) lebt und arbeitet in Karlsruhe. Nach einem Bachelorstudium der Bildenden Kunst mit Schwerpunkt Malerei an der Dongguk University in Seoul setzte sie ihre Ausbildung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe fort, wo sie ihr Diplom mit Auszeichnung erhielt und Meisterschülerin bei Prof. Corinne Wasmuht war. Ihre Arbeiten wurden bisher in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Südkorea präsentiert.Über ihre ArbeitJieun Chois Malerei kreist um die Frage, wie sich der menschliche Körper in sozialen und kollektiven Beziehungen ausdrückt: Was ist das Menschliche – als Individuum und als Teil eines Kollektivs? Aus dieser Fragestellung entstehen Bilder, Beziehungen und Spannungen, mit besonderem Fokus auf die Übergänge und Zwischenräume dieser Beziehungen. In ihren Arbeiten dekonstruiert und rekonstruiert sie Formen bewusst, um neue visuelle Ebenen zu schaffen. Abstraktion und Figuration, Präsenz und Ab-wesenheit, Entstehung und Auflösung verschmelzen in ihrer Malerei. Ihre Arbeiten sind geprägt durch Körperlichkeit und Sensibilität.‍Motivation und Projektbeschreibung für den AiR-Aufenthalt in Gmünd„In Gmünd möchte ich mich einem Projekt widmen, das sich mit universellen Geschichten des Menschseins beschäftigt – inspiriert von Mythologie, Literatur und Psychologie. Ziel ist eine neue malerische Serie, bestehend aus klein- und mittelformatigen Leinwänden, begleitet von farbigen Zeichnungen und experimentellen Studien. Im Zentrum stehen metaphorische Bilder und sinnliche Narrative, die gesellschaftliche Konventionen hinterfragen. Der Rückzug in einen Ort wie Gmünd bietet für mich die Möglichkeit, innezuhalten, meine künstlerische Sprache weiterzuentwickeln und mich neu auszurichten – sowohl als Mensch als auch als Künstlerin.“ (Auszug aus Jieun Chois Motivationsschreiben)Nadia-Valeska Devonish - MalereiDie Ausstellung von Nadia-Valeska Devonish ist von 1. Mai bis 30. Juni 2026, täglich von 10-13 Uhr und 15-18 Uhr zu sehen.Nadia-Valeska Devonish (*1986 in Düsseldorf, Deutschland) wuchs in Neuseeland auf, arbeitete in Melbourne und England und hatte einen Studienaufenthalt in Valencia, Spanien. Sie studierte Bildende Kunst an der Universidad Politécnica de Valencia und absolvierte Auslandsstudien in Chile, Italien und Neuseeland. Sie wurde mit dem Heise Kunstpreis in Dessau ausgezeichnet und für den STRABAG ArtAward nominiert.Über ihre ArbeitNadia-Valeska Devonish versteht Identität als etwas Fließendes und Wandelbares. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Orten, Sprachen und kulturellen Räumen und verknüpft persönliche mit kollektiven Erinnerungen. Mit Ölmalerei, Mixed Media und Zeichnung erforscht sie das fragile Gleichgewicht zwischen Sichtbarkeit und Vergessen. In Serien wie „Family Album“ thematisiert sie weibliche Rollen, Fürsorge und Widerstand, während „Between One Self and Another“ das kollektive Jetzt und flüchtige Begegnungen in den Blick nimmt. Ihre Kunst ist ein lebendiges Archiv, das Räume für Erinnerung, Transformation und neue Möglichkeiten eröffnet.Motivation und Projektbeschreibung für den AiR-Aufenthalt in GmündWährend des Aufenthalts plane ich die Entwicklung einer Werkgruppe, die sich mit bildnerischen Strategien des Erinnerns und Vergessens auseinandersetzt. Im Zentrum stehen Übergänge, Leerstellen und Fragmente, Konstellationen, in denen sich Präsenz und Abwesenheit durchdringen. Ich möchte untersuchen, wie das, was sich entzieht oder nicht greifbar machen lässt, dennoch visuell spürbar werden kann. Nicht erklärend oder dokumentarisch, sondern poetisch, reduziert, mit malerischer Präzision. Ich möchte stärker mit Unschärfen, Überblendungen und Fragmentierungen arbeiten, nicht als bloßes Stilmittel, sondern als künstlerische Strategie, um dem Erinnern als fluide, instabile und oft brüchige Bewegung visuell mehr Ausdruck zu verleihen. In Gmünd sehe ich die Chance, diese Fragen in einer neuen räumlichen und sozialen Umgebung weiterzuverfolgen. Das Arbeiten außerhalb des vertrauten Kontexts, der Perspektivwechsel, die Öffnung hin zum Unbekannten, all das trägt dazu bei, eingefahrene Sehgewohnheiten zu hinterfragen und neue gestalterische Lösungen zu ermöglichen. Die Residenzstruktur mit offenem Atelier, regelmäßigen Publikumszeiten und der engen Verankerung im Stadtbild präsentiert eine besondere, direkte Form der Öffentlichkeit. Ich empfinde das als wertvolle Gelegenheit, den Arbeitsprozess nicht nur im Stillen zu verdichten, sondern auch in Resonanz mit einem realen Gegenüber zu bringen.Claudia Holzinger - Fotografie, Performance und Visual StorytellingDie Arbeiten von Claudia Holzinger sind von 1. Juli bis 31. August 2026 in der Altstadtgalerie zu sehen.Claudia Holzinger (*1985) lebt und arbeitet in Wien, wo sie seit 2022 als Universitätsassistentin für Angewandte Fotografie und zeitbasierte Medien an der Universität für Angewandte Kunst Wien arbeitet. Internationale Arbeitsaufenthalte führten sie u. a. nach Detroit, Baden-Baden und Prag; zahlreiche Preise und Förderungen. Holzinger studierte Visuelle Kommunikation und Fotografie an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und der Universität für Angewandte Kunst Wien.Über ihre ArbeitClaudia Holzingers künstlerische Praxis vereint Fotografie, Installation, Performance und Text. Im Fokus stehen Machtverhältnisse, Körperpolitik, Rollenbilder und Fankultur, die sie mit Kostümkomik und bewusstem Unbeholfensein zugänglich macht. Humor nutzt sie als Werkzeug, um Nähe zu schaffen und Abwehr zu überwinden. Ihre Fotografien zeigen tragikomische Bildgeschichten mit Figuren, die das Absurde spiegeln und Normen hinterfragen. Dabei dient ihr eigener Körper als Bühne und Medium, um Erwartungen zu reflektieren und Identitäten neu zu verhandeln.Motivation und Projektbeschreibung für den AiR-Aufenthalt in Gmünd„In Gmünd möchte ich eine neue Serie fotografischer Porträts erarbeiten, die inhaltlich wie ästhetisch zwischen Bodypainting, Kostümbau und dokumentarischer Inszenierung angesiedelt ist. Geplant sind drei Themenstränge, die sich mit Identität, gesell-schaftlicher Rolle und Selbstverortung befassen: Sporträder, Hunde-rassen/Vogelarten und Einfamilienhäuser. Jedes dieser Motive steht dabei sinnbildlich für bestimmte Lebensstile, Sehnsüchte und soziale Codes, die in der Lebensmitte plötzlich Gewicht bekommen: Mobilität, Zugehörigkeit, Rückzug, Kontrolle, Unabhängigkeit, Fürsorge.“ (Auszug aus Claudia Holzingers Motivationsschreiben)Melanie Thöni - MalereiDie Arbeiten von Melanie Thöni sind von 1. Juli bis 31. August 2026 in der Altstadtgalerie zu sehen.Melanie Thöni (*1998 in Zams, Tirol) lebt und arbeitet in Wien und Tirol. Nach einem Jahr Studium der Kunstgeschichte studiert sie seit 2019 an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Klasse für gegenständliche Malerei, unter anderem bei Prof. Kirsi Mikkola, Prof. Francis Ruyter und Prof. Alastair Mackniven.Über ihre ArbeitMelanie Thönis Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Tradition und Moderne, Natur und Kultur, Vertrautem und Fremdem. Ausgangspunkt ist die klassische Tiroler Tradition – insbesondere die des Tiroler Oberlandes –, die sie aus ihrem romantisierten Kontext löst und mit einem zeitgenössischen, kritisch hinterfragenden Blick neu interpretiert. Anstelle ruhiger, „natürlicher“ Farbtöne setzt Thöni auf intensive, kontrast-reiche Farbkomplexe, die historische Bildvorlagen in ein visuelles Spannungsfeld versetzen. So bricht die vermeintlich „heile Welt“ auf, ihre Widersprüche werden sichtbar und laden Betrachter:innen zur erneuten Stellungnahme ein. Motivation und Projektbeschreibung für den AiR-Aufenthalt in Gmünd„Als bildende Künstlerin aus Tirol beschäftige ich mich mit dem kulturellen Erbe des Tiroler Oberlandes. Mit einer kritischen und zugleich forschenden Haltung versuche ich Motive, Symbole und Farbwelten aus ihrem romantisierten Kontext zu reißen. So entstehen Werke, die Spuren und Spukbilder kollektiver Erinnerung offenlegen, manchmal vertraut, manchmal verstörend. Die Künstlerstadt Gmünd, mit ihrer reichen kulturellen Geschichte und ihrem offenen Zugang zu zeitgenössischer Kunst, erscheint mir als idealer Ort, um mein aktuelles Projekt weiterzuentwickeln: Ich möchte ortsspezifisch arbeiten und untersuchen, welche Analogien und Brüche sich zwischen der lokalen Tradition Kärntens und meiner eigenen Herkunft und Ästhetik auftun. Wo finden sich gemeinsame kulturelle Geister, wo Reibung? Wie lassen sich regionale Bildsprachen übermalen, verschieben und neu erzählen? Ich sehe in Gmünd einen Ort, an dem der produktive Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart nicht nur möglich, sondern erwünscht ist. Genau das, was meine künstlerische Praxis ausmacht.“ (Auszug aus Melanie Thönis Motivationsschreiben)Hiroyuki Masuyama - Malerei, Bildhauerei, FotografieDie Arbeiten von Hiroyuki Masuyama sind von 1. September bis 31. Oktober 2026 in der Altstadtgalerie zu sehen.Hiroyuki Masuyama (*1968, Tsukuba, Japan) lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er studierte Ölmalerei (1987–1991) sowie Wandmalerei (1991–1993) an der Nationalen Universität Tokio für Künste und Musik. Von 1995 bis 1999 war er mit einem DAAD-Stipendium an der Kunstakademie Düsseldorf und setzte seine Ausbildung von 1999 bis 2001 an der Kunsthochschule für Medien Köln fort. Masuyama präsentiert seine Werke international in Einzel- und Gruppenausstellungen, zuletzt u. a. in der Alten Nationalgalerie Berlin (2024). Über seine ArbeitSeit 1999 erstellt Horoyuki Leuchtkasten-Arbeiten, indem er Hunderte von Digitalfotos zusammenfügt. Mit diesen digital zusammengesetzten Fotografien hat er versucht, die Erinnerungen der Menschen mithilfe der Digitalfotografie zu visualisieren, wobei die Zeit das zentrale Thema ist. Die digitale Technologie ist sein wichtigstes Ausdrucksmittel. Da die Welt jedoch zunehmend digitaler wird, stellt er sich neuen Herausforderungen.Motivation und Projektbeschreibung für den AiR-Aufenthalt in Gmünd „Religion und Kunst existierten einst nebeneinander. Wie lange ist es her, dass Kunst und Wirtschaft begonnen haben, Seite an Seite zu bestehen? Die wirtschaftliche Aktivität hat den Menschen in Konkurrenz getrieben und enorme Egos hervorgebracht. Wettbewerb und Vergleich können tief verletzen. In einer zunehmend digitalen Welt hat die Menschheit eine neue Form der Intelligenz geschaffen: künstliche Intelligenz. Sie wird unseren Lebensstil – Produktion, Vertrieb und Konsum – grundlegend verändern. Auch die Kunst wird sich wandeln. Ich möchte Kunst mit vielen Menschen teilen, nicht für persönlichen Gewinn oder Erfolg. Schönheit liegt nicht im Außen, sondern wohnt jedem Menschen inne. Diese innere Schönheit möchte ich sichtbar machen und zur Kunst erheben.“ (Auszug aus Hiroyuki Masuyams Motivationsschreiben)Kate Andrews - ZeichnungDie Arbeiten von Kate Andrews sind von 1. September bis 31. Oktober 2026 in der Altstadtgalerie zu sehen.Kate Andrews (*1992, Toronto, Kanada) lebt und arbeitet in Bremen. Nach Studien in Kanada und an der Hochschule für Künste Bremen, wo sie 2020 ihr Meisterschülerstudium bei Stephan Baumkötter abschloss, folgten mehrere Ausstellung in Deutschland. Sie erhielt u. a. den Karin-Hollweg-Preis (2020) und den Preis Artwork of the Year der VHV-Versicherungsgruppe (2021). 2024 präsentierte sie eine Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Bremen, 2025 folgte das Arbeitstipendium der Stiftung Kunstfonds.Über ihre ArbeitAusgehend von ihrem Hintergrund in Zeichnung und Malerei ist Kate Andrews’ Praxis konsequent von Komposition, Form und der Kartierung des physischen Raums geprägt. Ihre Arbeit ist oft von Konzepten der Fragmentierung und Proliferation beeinflusst und entwickelt sich überwiegend als visuelle Dokumentation der Strukturen, die an bestimmten kognitiven Prozessen beteiligt sind. Ihre Arbeit setzt auch häufig die Medien der Fotografie und Collage ein, wobei erkennbare Bilder aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst, verändert, kombiniert und in neuen Kontexten betrachtet werden, wodurch neue, ungewohnte Realitäten entstehen. Organisatorische und regulative Strukturen dienen in ihren Zeichnungen als eine Art Gerüst, in dem gefundene Bilder enthalten, verzerrt und kombiniert werden.Motivation und Projektbeschreibung für den AiR-Aufenthalt in Gmünd„Die Ziele für meinen Aufenthalt in der Altstadtgalerie in Gmünd sind die Weiterentwicklung meiner zeichnerischen und installativen Praxis, die Vertiefung meiner Forschung und Experimente mit der visuellen Manifestation kognitiver Strukturen und die Konzentration auf bestimmte Prozesse wie Wahrnehmung und Erinnerung. Außerdem möchte ich die physischen Grenzen meiner Arbeit erweitern und mit breiteren, expansiveren Formaten experimentieren, damit meine Zeichnungen und dreidimensionalen Arbeiten organischer wachsen und sich ausdehnen können.“ (Auszug aus Melanie Thönis Motivationsschreiben)Weitere Informationen HIERFreier Eintritt! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Öffnungszeiten & Saison

  • 30.01.2026 – 30.04.2026täglichdurchgehend geöffnet
  • 01.05.2026 – 31.10.2026täglich10:00–13:00
  • 01.05.2026 – 31.10.2026täglich14:00–17:00
  • 01.11.2026 – 30.04.2027täglichdurchgehend geöffnet

Karte & Anfahrt

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